Monatsbrief April 2025: Gottesdienste und Informationen

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Die Osterbotschaft steckt voller Hoffnungsworte auch für unsere Zeit. Das Johannes-Evangelium berichtet von einer seltsamen Begegnung am See von Tiberias in Galiläa. Jesus ist tot, und alles, für das seine Jünger einst geglüht haben, scheint erloschen. Sie machen wieder das, was sie früher auch getan haben: Sie fischen. Aber in dieser Nacht gelingt ihnen überhaupt nichts.

Kein einziger Fisch geht ins Netz. Am Ufer des Sees steht im Morgengrauen ein Mann. Er ruft ihnen zu: „Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden.“ Sie sagen nicht: „Wir sind die Fischer, wir wissen es besser!“ Sondern sie tun es einfach. Es glimmt noch etwas Hoffnung in ihnen. Und plötzlich ist das Netz zum Bersten voller Fische. Da kommt ihnen eine Ahnung: Das muss Jesus sein. Am Ufer sehen sie ein Kohlenfeuer. Darauf Brot und Fisch. „Kommt her und esst,“ lädt Jesus sie ein. Keiner fragt, wer er sei. Jeder weiß es. Und sie essen mit ihm. Brot und Fisch. Jesus, der Auferstandene, entfacht die Glut in ihnen neu. Aus Glut wird Feuer. Das Feuer am Strand sorgt für die Mahlzeit am Morgen. Aber auch die glimmende Glut in ihren Herzen, die fast erloschene Hoffnung, fängt wieder Feuer und wird zur Flamme. Ja, später sogar zum Lauffeuer, das die Botschaft von Ostern um die ganze Welt trägt: Jesus lebt.Auch wir werden leben. Wie ist es bei uns? Ist unser Hoffnungsfeuer erloschen? Ist es in unseren Herzen hoffnungslos und dunkel? Oder haben wir noch Glut in uns, die neu entfacht werden kann? Wenn wir die Beziehung zu Gott suchen, kann das gelingen. Im Gebet, in der Stille, im Feiern, im Erleben der Gemeinschaft bekommt unsere Glut neue Nahrung. Sie wird zur Flamme, die uns und anderen leuchten kann. Gottes Zündfunke glimmt in uns. Uns immer wieder neu anfachen zu lassen, dazu sind wir eingeladen.

Ein gutes Zugehen auf Ostern wünscht Ihnen
Ihr Sebastian Fiebig, Pastoralreferent