Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Pfarrei Sankt Ansgar!
Das Kleinste ist das Größte. Kürzer kann man die Botschaft von Weihnachten wohl nicht auf den Punkt bringen. Dies mit dem Herzen zu verstehen, dazu helfen uns die Weihnachtskrippen. Weihnachten 1223 stellte der Heilige Franziskus von Assisi anstelle einer Predigt in Greccio das Weihnachtsgeschehen mit Menschen und lebenden Tieren nach; aus dem Schau-Verlangen der Menschen entwickelte sich später, im Italien des 15. Jahrhunderts, die Figuren-Krippe, die heute in ganz unterschiedlichen Stilen auch in unseren norddeutschen Wohnzimmern zu finden ist. Bei mir zuhause stehen drei und ich freue mich jedes Jahr schon sehr auf den Moment des Aufbaus. Bei uns im Mariendom wird die große Krippenlandschaft zur Freude der vielen großen und kleinen Besucher immer schon zum ersten Advent aufgebaut und bleibt bis Anfang Februar stehen. In diesem Jahr haben wir Hauptkirchen der City den Hamburger Krippenweg initiiert, www.krippenweg-hamburg.de, den man individuell vom Großen Michel bis zum Mariendom ablaufen kann. Ab dem 10.12. sind verlässlich überall die Krippen aufgebaut und zu betrachten. Und für die Kinder gibt es Sticker zum Sammeln. Im Dom gibt’s Krippenführungen für Erwachsene und Kinder. Im alten Weihnachtslied „Ich steh an Deiner Krippen hier“ (Gotteslob 256) von Paul Gerhardt, 1653 gedichtet, erleben wir den inneren Weg dessen mit, der vor dem göttlichen Kind in der Krippe steht: Ich komme, bringe, schenke Dir… Zunächst scheint der Besucher der Aktive zu sein, um doch sogleich innezuhalten und zu verstehen: Ich bin der Beschenkte, denn was ich Dir, Jesus bringen kann, habe ich von Dir. Eh ich durch Deine Hand gemacht, da hast Du schon bei Dir bedacht, wie Du mein wolltest werden. Der Dichter Angelus Silesius, dem wir viele schöne Lieder verdanken, bringt es auf den Punkt: Wird Christus tausendmal in Bethlehem geboren und nicht in dir, du bleibst noch ewiglich verloren. Gott schleußt sich unerhört in Kindes Kleinheit ein: Ach möchte ich doch ein Kind in diesem Kinde sein. Ach könnte nur dein Herz zu einer Krippe werden, Gott würde noch einmal ein Kind auf dieser Erden.
Im Namen des Pastoralteams wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben einen gesegneten Advent und froh-machende, schöne und festliche Weihnachten!
Ihr Pfarrer Thorsten Weber