Monatsbrief August 2026: Gottesdienste und Informationen

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Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Pfarrgemeinde St. Ansgar! Liebe Sommergäste!

Augen zu und durch – durch die Nacht, ein Traum ohne CO₂- Fußabdruck, der Nightjet, der Zug Hamburg-Wien; ankommen in einer 800-jährigen Geschichte, auf die das Dominikaner-kloster in diesem Jahr dankbar zurückblicken kann. Hier haben sich Brüder der Dominikanerprovinz des heiligen Albert in Deutschland und Österreich eingefunden, um den Provinzial zu wählen. So wird die Geschichte fortgeschrieben, die sich des Ordensgründers, dem heiligen Dominikus (1174-1221) aus Spanien, verdankt. Der 8. August ist sein Gedenktag.
Nach der Wahlversammlung besuchte ich das UNESCO-Weltkulturerbe Stift Melk an der Donau. Im Torhaus der weitläufigen Klosteranlage fiel mir vor dem Deckengemälde mit dem heiligen Benedikt von Nursia (hinter einem Netz) die PACE-Regenbogen-Fahne auf.
Benedikt hatte im Jahr 529 das Kloster Montecassino gegründet, 140 Kilometer südlich von Rom. Dort fand vom 17. Januar bis zum 18. Mai 1944 eine der längsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs statt. Die Alliierten vermuteten trotz Versicherung der Nazis und von Papst Pius XII. dennoch Soldaten und Kriegsgerät der deutschen Wehrmacht im Kloster. Daher warfen die Amerikaner fast 500 Tonnen Bomben über Montecassino ab und zerstörten das Kloster bis auf die Grundmauern.
Wie durch ein Wunder blieb die mittelalterliche Krypta mit dem Grab Benedikts unbeschädigt und 40 Benediktiner, die hier beteten, überlebten, weil eine Bombe nicht detonierte. Der Ort rund um das Grab ist der einzige erhaltene mittelalterliche Teil des Klosters. Unzerstört blieb auch ein Torbogen mit der Aufschrift „Pax“ („Frieden“).
Die PACE-Fahne, 1961 von einem italienischen Friedensaktivisten entworfen, wurde das Zeichen der Internationalen Friedensbewegung.
Der Regenbogen steht für die Bundes-Treue Gottes mit allen Menschen und der gesamten Schöpfung (Genesis 9,12-16). Ihre Farben erinnern daran, dass Menschen in ihrer Verschiedenheit zum Reichtum des Zusammenlebens beitragen. Die Fahne mahnt uns in kriegerischen Zeiten friedenstüchtig zu werden. Sie steht für Frieden, Hoffnung, Respekt und die Überzeugung, dass Gottes Segen allen Menschen gilt.
Übrigens stellt der Provinzial der Dominikaner bei Visitationen den Brüdern stets die Frage, ob sie in Frieden miteinander zusammenleben.

Ein friedvolles Zusammenleben und Gottes reichem Segen wünsche ich Ihnen!
Pater Thomas Krauth OP