Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Pfarrgemeinde
St. Ansgar! Oft sind es die eher stillen Typen, die einen großen Unterschied machen: Im Alltag arbeiten sie verlässlich weg, was eben zu tun ist. Ohne großes Lamentieren oder divenhaftes Gelärme sorgen sie dafür, dass der Laden läuft. Ein solch stiller Vertreter war auch der heilige Joseph, dessen Namenstag wir am 19. März feiern. Nicht ein einziges Wort ist von ihm überliefert, weder in der Bibel noch außerhalb. Und doch hat er ganz entscheidend dazu beigetragen, dass seine Familie und damit auch Jesus geschützt und versorgt war. Immer wieder hat der heilige Joseph dabei auf Gott gehört, der ihm besonders in Träumen begegnet ist – so sagt es das Matthäusevangelium. Dabei ging es für ihn durchaus um lebensbestimmende Entscheidungen: Soll ich die schwangere Maria verstoßen oder nicht? Wie entkomme ich mit meiner Familie der tödlichen Bedrohung des Kindermords durch Herodes? Joseph hat bei diesen großen Fragen ganz auf seinen Gott vertraut, auch gegen die vorherrschenden gesellschaftlichen Vorstellungen. Die Offenheit für Gottes Wort und das ruhige, beharrliche Arbeiten in seinem Alltag als Handwerker charakterisieren den heiligen Joseph in der Bibel. Diese beiden Eigenschaften können auch uns durch diese vorösterliche Bußzeit begleiten: Wir können offen werden für Gottes Stimme (übrigens auch in unseren Träumen!) und wir können das, was wir uns für die Fastenzeit vorgenommen haben einfach tun – ohne große Worte oder ausladende Gesten. Lassen Sie uns in diesem Geist gemeinsam auf Ostern zugehen. Wir denken dabei am 19. März in besonderer Weise an den heiligen Joseph und bitten um seine Fürsprache: für die Kirche, für unsere Pfarrei und für alle, die mit uns auf dem Weg sind. Auch die Gemeinde St. Joseph/St. Theresien empfehlen wir in besonderer Weise dem Schutz des Heiligen an, sie sehen auf dem Titelbild ein Foto der Kirche St. Joseph auf der Großen Freiheit.
Ihr Daniel Deman,
Pastoralreferent