Monatsbrief November 2025: Gottesdienste und Informationen

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Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Pfarrei Sankt Ansgar! Wir kennen Zeiträume, in denen wir die Möglichkeit haben, täglich die Natur um uns wahrzunehmen, zu entdecken, zu sehen und zu erleben. Nach all den Farben, der Lichtfülle und der herbstlichen Klarheit, mit denen uns die Monate September und Oktober beschenkten, umgibt uns die Erde in unseren Gegenden im November mit Dunkelheit, Trübe, langen Dämmerungen und Nebel. Man steht der äußeren Natur nun anders gegenüber als in den anderen Jahreszeiten. Im Abnehmen des Lichtes liegt nicht nur Verlust, sondern auch Größe, Erhabenheit und Unermesslichkeit. Es entsteht in einem immer wieder ein Fragen, ein Suchen, ein Festhalten-Wollen, ein Erfahren und Wissen-Wollen, was an einem solchen Novembertag unsichtbar in der Natur vor sich geht. Eine Brückeninschrift in Wien (Verfasser unbekannt) führt uns in die innere Wirklichkeit des Novembers:

Alles ist nur Übergang,
Merke wohl die ernsten Worte:
Von der Stunde, von dem Orte
Treibt dich eingepflanzter Drang.
Tod ist Leben, Sterben, Pforte.
Alles ist nur Übergang.

Jene Gedenktage im November: Allerheiligen/Allerseelen, Volkstrauertag, Ewigkeitssonntag, Reichspogromnacht, (ich zähle auch den 10. November in Lübeck dazu) stellen uns nicht nur Grenzen, Vergänglichkeit und Endlichkeit vor die Seele, sondern auch die christliche Hoffnung: Alles ist nur Übergang. So wünsche ich uns in diesen November-Tagen nicht nur seelische Schwankungen, die uns zu schaffen machen, sondern einen österlichen Glauben, der Dunkelheit, Dämmerung und Nebel überwindet und verwandelt.

Ihr Pastor Karl Schultz

Dankenschönmahl am 14. November 2025

Eingeladen sind alle Helfer und Aktiven unserer Gemeinde.
Wir beginnen mit der Heiligen Messe um 18:00 Uhr und anschließend treffen wir uns im Sophiensaal
Anmeldung über das Gemeindebüro
Tel. 040-74107420
gemeindenbuero.st-sophien[at]sankt-ansgar.de
oder über die Anmeldezettel in der Kirche.

Wir freuen uns auf Sie/Euch!
Pater Augustinus und das Gemeindeteam

Eindrücke vom Kirchweihfest

Am Sonntag, dem 12. Oktober 2025, haben wir 125 Jahre Kirchweihe Sankt Sophien gefeiert. Gemeinsam mit der Ghanaischen Katholischen Mission feierten wir um 11:30 Uhr das Festhochamt. Die Predigt hielt Pater Peter Kreutzwald OP, der Provinzial der Dominikanerprovinz des Heiligen Albert in Deutschland und Österreich. Domkapitular Weber richtete uns den Gruß der Pfarrei aus. Musikalisch wurden wir vom Sophiencohr und dem Chor der Ghanaischen Mission verwöhnt.
Im Anschluß an die Heilige Messe gab es ein schönes Gemeindefest! Vielen Dank allen Helfern aus deutscher Gemeinde, Ghanaischer Mission und der philippinischen Bewegung Missionaries for Christ.

Orgelkonzert bei Kerzenschein 31. Oktober 2025 20:00 Uhr – ENTFÄLLT

Monatsbrief Oktober 2025: Gottesdienste und Informationen

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Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Pfarrei Sankt Ansgar! Liebe Gäste!

Ganz unterschiedliche Menschen kommen in unsere Kirchen – zu Gottesdiensten und Veranstaltungen, um in diesen Gotteshäusern zu beten oder sie zu besichtigen. Beten ist sehr individuell und es gibt viele unterschiedliche Arten zu beten. Für mich entsteht in meinem persönlichen Gebet ein Raum zwischen Gott und mir. Es ist ein Raum für die Begegnung mit Gott, für das Heilige in meinem Leben. Es ist der Versuch mein Inneres zu öffnen und wie im kindlichen Spiel mich beschenken zu lassen von dem, was geschieht. Gebet kann mal sehr ernst und fest oder auch mal luftig und leicht sein.

Von anderen Menschen zu lernen, bereichert mein eigenes Gebet. Theresa von Ávila ist eine dieser Meisterinnen im Gebet. Die schlichten Worte „Solo dios basta! – Nur Gott genügt!“ laden ein, das Herz zu öffnen um Gottes Leben und Weisheit in das eigene Leben zu lassen – gerade in Momenten voller Krise, Herausforderung und Unruhe.

Ignatius von Loyola empfiehlt Gott im Alltäglichen zu suchen, das heißt ihn „in allem zu finden“ und sich selbst immer wieder die Frage zu stellen, wo erkenne ich Gottes Handschrift in meinem Leben und in der Welt. Diese Haltung des Suchens und sich selbst Hinterfragens erschließt Begegnungsorte, die bereits im eigenen Leben existieren. Viele Begegnungen zwischen mir und anderen, aber auch Natur oder Musik und Kunst werden so für mich zu Lernorten des Gebets.

Am Kleinen Michel steht jetzt der „Sonnengesang des Franz von Assisi“ im Mittelpunkt einer Ausstellung mit Werken von Wolfgang Kern. Dieses Lob auf Gott den Schöpfer ist eines der großen Gebete der Menschheit. Die Motiv- und Textblätter der einzelnen Verse können ins Gespräch mit Gott führen und prägen alles, was in der Kirche Kleiner Michel im Oktober geschehen wird. Ich bin sehr gespannt, was dieses Gebet uns lehren wird.

Ihr Fabian Loudwin SJ

Eindrücke Nacht der Kirchen 2025

Die Nacht der Kirchen stand 2025 unter dem Motto „Licht im Dunkel“. In Sankt Sophien hatten wir einen offenen Abend mit Inpulsen Heiligen. Musikalisch gestaltet wurde der Abend durch den Sophienchor.

125 Jahre Kirchweihe Sankt Sophien

Am 14. Oktober 1900 wurde unsere Kirche Sankt Sophien feierlich geweiht. Wir begehen diesen Anlass mit einer Festwoche ab dem 5. Oktober 2025 und der Festmesse zum Kirchweihfest mit anschließendem Gemeindefest am 12. Oktober 2025 um 11:30 Uhr. Für das Gemeindefest brauchen wir noch viele fleißige Helfer und leckere Kuchenspenden. Sie können Sie gerne in den Listen im Eingangsbereich der Kirche eintragen oder sich bei dem Gemeindeteam (gemeindeteam.st-sophien[at]sankt-ansgar.de) oder bei Pater Augustinus (pater.augustinus[at]sankt-ansgar.de) melden.

Orgelkonzert bei Kerzenschein 26. September 2025 20:00 Uhr

Endlich ist es wieder soweit. Die wunderbare Organistin, Frau Young-Hee Eom, spielt den 2.Teil der Passacaglia. Siehe auch das anliegende Plakat. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

Nacht der Kirchen 2025 – Licht im Dunkel

Monatsbrief September 2025: Gottesdienste und Informationen

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Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde unserer Pfarrgemeinde Sankt Ansgar! Liebe Gäste!

Welch ein Bild! Welch eine Triptychon-Ikone! Sicherlich haben Sie schon viele Ikonen gesehen, sind vielleicht künstlerisch begabt und „schreiben“ selbst Ikonen, oder haben zumindest in Ihrer Wohnung eine Heiligen-Ikone, die sie im Gebet mit Weihrauch verehren. Und vielleicht ist auf Ihrer Ikone z.B. ein Löwe als Symbol für den Evangelisten Markus. Doch die Tiere auf der Altar-Ikone stehen wie der Titel der Ikone für eine klare Ansage: Christus durchbricht die Fesseln des Tierleides. Und vor allem wir Christen sind aufgefordert im Sinne unseres Herrn und Meisters zu handeln, wie es die Bibelstellen bzw. Spruchbänder auf dem Altar nahelegen: „Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler! Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?“ (Lk 13,15: 15) und „Zu ihnen aber sagte er: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat?“ (Lk 14,5)
Der Altar ist eine faszinierende Verbindung von östlicher Ikonen-tradition und zeitgenössischem Engagement für Tierschutz, ja Tierwohl.
Die Darstellung Christi als „zweiter Adam“ im Paradies, umgeben von befreiten Tieren, wirkt poetisch und kraftvoll. Die Symbolik der gebrochenen Käfige und Ketten visualisiert, dass Erlösung die gesamte Schöpfung umfasst. Dieses Ikonenbild regt dazu an, vertraute biblische Motive neu zu betrachten und Tierschutz als integralen Bestandteil christlicher Nächstenliebe wahrzunehmen. Vom 1. September, an dem das byzantinische Kirchenjahr beginnt, bis zum 4. Oktober, dem Gedenktag des hl. Franz von Assisi, dem Schutzpatron der Tiere und der Natur, sind die Kirchen weltweit aufgerufen eine Zeit der Schöpfung abzuhalten. Papst Franziskus und Patriarch Bartholomaios von Konstantinopel benannten den 1. September als Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung. Die ACK (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) lädt in diesen 5 Wochen ein, sich der weltweiten Probleme bewusst zu werden, die durch Konsum, Mobilität und den eigenen Lebensstil entstehen.
Schöpfungszeit könnte heißen, sich Zeit zu nehmen, allein oder zusammen mit anderen, um z.B. das Schreiben Papst Franziskus zur Klimakrise Laudate Deum (2023) zu lesen und sich zu fragen: wo muss ich mein Leben nicht ändern und wo …


Mit sonnigen Grüßen, Pater Thomas